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Earn to Die: Kultiger Zombie-Racer jetzt im Play Store


13.03.2013, 16:45 Uhr

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Schnelle Autos, modrige Zombies, coole Upgrades: Earn to Die vereint beliebte Aspekte verschiedener Spiele-Genres zu einem deftigen und humorvollen Splatter-Racer. Im Test des untersuchen wir, ob es sich dabei um frische Ware oder ein recyceltes Gammelfleisch-Game handelt.

Earn to Die startete, so wie diverse Smartphone-Spiele, als Flash-Game im Browser. Dort schnell zu großer Beliebtheit aufgestiegen, wurde es von den Entwicklern zunächst um viele Features erweitert, für iPhone und iPad umgesetzt und steht nun endlich auch für Android zur Verfügung. Die Prämisse des Games klingt nicht unbekannt: Die Erde hat ihre besten Tage hinter sich, untote Gehirnfresser bevölkern ihre Oberfläche. Als wäre dies nicht schon unerfreulich genug, trennen hunderte Kilometer postapokalyptischer Wüste die wenigen Überlebenden. Um diese und damit eine mögliche Rettung zu erreichen, schwingt sich unser namenloser Held in ein klappriges Gefährt und macht sich auf die Reise.

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Ziel des Spiels ist es, den Weg von den Überresten des texanischen Städtchens New Hope bis an die Küste bei Portland, Oregon, zurückzulegen. Diese Strecke wiederum ist in mehrere Checkpoints unterteilt, die – sind sie erst einmal erreicht – als Ausgangspunkt für die weitere Reise dienen. Dazwischen sieht sich der Spieler mit verschiedenen Hindernissen konfrontiert, von Konstruktionen aus Holz und Beton zu Horden hungriger Toter, welche den Fortschritt verlangsamen.

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Um dennoch heil nach Oregon zu kommen, stehen dem Spieler mehrere Gefährte mit jeweils eigenen Upgrades zur Verfügung. Beginnt man das Spiel mit einem klapprigen VW-Käfer, so darf man das Geld, welches man für zurückgelegte Strecke und getötete Untote erhält, unter Anderem in einen Hippie-Bus, Sattelschlepper oder Panzerwagen investieren. Für jedes Gefährt stehen außerdem inkrementelle Upgrades der Kategorien Motor, Getriebe, Reifen, Booster, Treibstoff, Booster-Treibstoff sowie eine Nahkampf- und eine Schusswaffe zur Verfügung.

Auf dem Spielfeld versucht man nun, die Strecke bis zum nächsten Checkpoint zurückzulegen. Das eigene Gefährt lässt sich dabei aus der Seitenansicht über vier Buttons steuern: Zwei davon rotieren das Auto Richtung Front oder Heck, die beiden anderen dienen zum Gasgeben und Zuschalten des Boosters. Einen Checkpoint zu erreichen erfordert in der Regel mehrere Anläufe. Missglückte Versuche spülen Geld in die Kassen, mit welchem der Spieler sein Vehikel verbessern oder – genug Bares vorausgesetzt – durch ein besseres ersetzen kann. Dabei gilt: Je besser das Gefährt, desto weiter kommt es ohne Upgrades, aber desto teurer sind die einzelnen Upgrades auch. Umgekehrt verdient man auf fortgeschrittenen Strecken mehr Geld als auf frühen Abschnitten.

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Die Grafik von Earn to Die lässt deutlich den Ursprung als Flash-Game erkennen. Dennoch wirkt sie durch Details, insbesondere der bis an die Zähne bewaffneten Gefährte und abwechselnder, schön gezeichneter Hintergründe sehr ansprechend. Genre-typisch mangelt es weder an der Darstellung von Blut noch der von Explosionen; wer kein Faible für Unterhaltung der etwas derberen Art hat, sollte also einen Bogen um Earn to Die machen. Was für einen Bogen? Einen großen. Trotz seiner Wurzeln ist die Steuerung denkbar einfach und reagiert ohne Verzögerung.

Das Gameplay ist etwas repetitiv – Zombies töten, Wagen aufrüsten, neuen Wagen kaufen – dabei lässt Earn to Die aber in unserem Test bislang keine Langeweile aufkommen. Dies liegt einerseits an der hübschen Präsentation, andererseits an den vielen kreativen Upgrades wie Bärenfallen, Kreissägen und Rotorblätter, welche zur Dezimierung der schimmligen Schergen beitragen. Frustrierend nur, dass man sich regelmäßig vom gerade lieb gewonnenen, maximal ausgestatteten Vehikel verabschieden muss, weil das nächste freigeschaltete Fahrzeug seinen Vorgänger auch ohne Upgrades schon übertrifft.

Wer sich selbst erst ein Bild von Earn to Die machen möchte, dem stellt Entwickler Not Doppler kostenlos den ersten Streckenabschnitt zur Testfahrt bereit. Aber auch die Vollversion räumt mit 91 Cent den Geldbeutel nicht leer und verspricht Zombie-Enthusiasten entspannten Fahrspaß für Zwischendurch.

Download: Earn to Die Lite (kostenlos)
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Download: Earn to Die (0,91 Euro)
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Habt ihr das Game schon getestet? Oder kennt ihr es noch aus seinen frühen Flash-Tagen? Teilt uns eure Eindrücke in den Kommentaren mit.

[via Androider]

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