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CyanogenMod: Eine Custom ROM erobert die Android-Welt

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Eine der Stärken von Android ist große Community von Nutzern, die ihre Geräte nicht einfach bloß verwenden, sondern auch tiefergehend anpassen möchten, zum Beispiel mit völlig anderen Android-Versionen. Unter all den Projekten, ragt eine Custom Firmware heraus, die für fast jedes verbreitete Gerät existiert: Die CyanogenMod. Wir erklären, was es damit auf sich hat.

CyanogenMod – Was ist das?

CyanogenMod ist das wichtigste und am meisten verbreitete Custom ROM (korrekt müsste es eigentlich „Custom Firmware“ heißen) für Android-Smartphones, Tablets und weitere Geräte. Derzeit (Juli 2012) ist sie laut des CM-Statistiktools auf rund 2,7 Millionen Geräten installiert. Insbesondere in den letzten Monaten scheint die Zahl der Nutzer besonders rasant zu wachsen – im Januar lag die Zahl noch bei einer Million Installationen. Laut eines Wired-Artikels gibt es selbst bei Google Fans, die sich CyanogenMod auf ihr Android-Device installiert haben.

Die CyanogenMod ermöglicht, dass auch Besitzer älterer Smartphones und Tablets in den Genuss aktueller Android-Versionen kommen – selbst lange, nachdem die Hersteller ihren Support eingestellt haben. Sogar einige Geräte, die überhaupt nicht für den Betrieb mit Android vorgesehen waren, können mit der CM ausgestattet werden, etwa das HP TouchPad oder das HTC HD2. CyanogenMod basiert auf dem Open Source-Zweig von Android (AOSP). Das bedeutet dass man beim Installieren der CyanogenMod Herstelleroberflächen und -Anpassungen verliert und stattdessen ein relativ originäres Android erhält. Natürlich ist auch CyanogenMod selbst quelloffen verfügbar und kann unter Einhaltung der Lizenzbedingungen nach Lust und Laune modifiziert, kompiliert und geforkt (also abgespalten und in ein eigenes Projekt überführt) werden. Ein bekannter auf CyanogenMod basierender Fork ist AOKP.

Die CyanogenMod begann als Projekt des US-Amerikaners Steve Kondik, Nickname „Cyanogen“, der sein T-Mobile G1 mit weiteren Funktionen ausstatten und den Kernel optimieren wollte. Heute arbeitet an der CyanogenMod ein globales und lose verbundenes Entwicklerteam. Neben einer Kerngruppe von Entwicklern, zu der auch Steve Kondik gehört und die sich allgemein um die Funktionen, deren Portierung auf neue CM-Versionen sowie die Prüfung externer Code-Einreichungen kümmert, gibt es diverse Teams und Einzelpersonen, die als „Device Maintainer“ fungieren, also als Verantwortliche(r) für die Portierung von CM auf ein bestimmtes Gerät oder eine Gerätegruppe. Bekannte Unterteams sind unter anderem TeamHacksung für Samsung-Smartphones und TeamXperia für die Smartphones von Sony und Sony Ericsson.

Die Entwickler haben die Intention, so viele Teile der CyanogenMod wie möglich quelloffen zur Verfügung zu stellen. Das gelingt nicht immer, meistens müssen auch so genannte Binary Blobs, also bereits kompilierte Pakete aus den Original-Firmwares integriert werden, so etwa für Grafiktreiber mancher Chiphersteller oder Baseband-Treiber generell. Diese Blobs zur Zusammenarbeit mit dem restlichen Teil der CyanogenMod zu bewegen, ist eine der zeitraubendsten Aufgaben für die Programmierer. Wo es möglich ist, werden diese Blobs deshalb durch Open Source-Code ersetzt.

CyanogenMod-Features

Zusätzlich zu den Funktionen von Android und diversen Performance-Optimierungen integriert die CyanogenMod noch weitere Features. Darunter etwa eine Theming-Engine, mit der die komplette System-UI optisch umgestaltet werden kann. Ebenfalls enthalten sind ein Software-Equalizer, zahlreiche zusätzliche Bedienungsoptionen, ein anpassbarer Lockscreen und vieles mehr. Eine kleine Übersicht auf CM-spezifische Funktionen erhält man in unserem Artikel „20 Tricks für die CyanogenMod“.

GApps

Die Entwicklung der CyanogenMod ging bereits auf dem ersten in der Breite verfügbaren Android-Smartphone los, dem HTC Dream/T-Mobile G1. Bereits recht früh musste sich Entwickler Steve Kondik jedoch einen Rüffel von Google abholen, denn neben den quelloffenen Anteilen verteilte er in seiner Custom ROM auch die Google Apps für Android, zum Beispiel den Market und die Gmail-App. Seitdem werden die Google Apps als von CyanogenMod abgetrenntes Paket verteilt, die man zusätzlich herunterladen und flashen muss. Dies hat den Vorteil, dass auch solche Menschen Android in Form der CyanogenMod verwenden können, die die enge Anbindung an Googles Dienste sonst scheuen.

CyanogenMod-Versionen

Jeder größere Versionssprung bei Android entspricht einer neuen „großen“ CyanogenMod-Version, zum Beispiel:

Die CyanogenMod 8 wurde vom Team bewusst ausgelassen, da Google den Quellcode für das nur auf Tablets zielende Android 3.x „Honeycomb“ erst zum Release der Nachfolgeversion freigab. Unterversionen wie CM 7.1 korrespondieren nicht mit kleineren Versionssprüngen in Android.

Nightly Builds, Release Candidates und Stable Versions

Auf dem offiziellen Download-Port get.cm kann man die CyanogenMod für knapp 100 Geräte herunterladen. Die Versionen sind nicht nur gestaffelt nach CM-Version, sondern auch deren Status.

  • Nightly Builds sind täglich aktualisierte Versionen, die automatisch aus dem aktuellen Codestamm kompiliert werden. Hier ist die Aktualität am höchsten, aber auch die Gefahr für Bugs und Instabilitäten.
  • Release Candidates sind Versionen, die nicht mehr um neue Funktionen angereichert werden. Sie werden nur noch auf Fehler geprüft, bis sie in die finale Phase übergehen.
  • Stable Versions sind dann die, die als endgültig alltagstauglich gelten.

Wer sich über den momentanen Stand und das aktuelle Changelog der CyanogenMod interessiert, kann diese auf der Website changelog.bbqdroid.com nachvollziehen.

CyanogenMod flashen

Wer sich dafür entscheidet, CyanogenMod auf sein Gerät zu flashen, verliert dabei in der Regel seine Gerätegarantie. Der Vorgang ist für die meisten Geräte verschieden, setzt aber in der Regel voraus, dass der Bootloader entsperrt, das Gerät gerootet und ein Recovery-Modul installiert wird. Danach begibt man sich in das Recovery-Menü, zumeist durch eine spezielle Kombination der Hardwaretasten beim Start des Gerätes und installiert die vorher auf den internen Speicher des Gerätes kopierten ZIP-Files (Firmware und GApps) über die entsprechenden Menüeinträge. Zur Sicherheit sollte man dann noch einen „Full Wipe“ durchführen – also das Gerät komplett auf Werkszustand zurücksetzen.

Auf androidnext haben wir detaillierte Flashanleitungen der CyanogenMod für das LG Optimus Speed und das Samsung Galaxy S3.

CyanogenMod – Weblinks

CyanogenMod auf androidnext


CyanogenMod: Mehr als 5 Millionen Installationen des Custom ROMs


14.05.2013, 15:13 Uhr
Welches ist das beliebteste Custom ROM für Android-Smartphones? Richtig, die CyanogenMod — und dass das wirklich so ist, beweisen die aktuellen Zahlen zur Verbreitung der alternativen Firmware: Auf mehr als 5 Millionen Geräten aller Coleur ist CM inzwischen installiert, Tendenz weiter steigend.Weiterlesen


Samsung Galaxy S4, HTC One: CyanogenMod auf beiden Geräten in Arbeit


02.05.2013, 18:44 Uhr
Es gibt Neues zu berichten zum beliebten Custom ROM CyanogenMod. Nach einer ersten nicht direkt vom CM-Team stammenden Build für das HTC One nimmt sich mit Koush ein Mitglied aus dem Kernteam der CyanogenMod des HTC One an. Das Samsung Galaxy S4 besitzt ebenfalls eine erste lauffähige CM-Version, die von Steve „Cyanogen“ Kondik persönlich stammt.Weiterlesen


CyanogenMod: Kamera kann bald per Sprachbefehl ausgelöst werden


25.04.2013, 14:18 Uhr
Inzwischen gilt das Smartphone immer stärker als Ersatz für eine dedizierte Digitalkamera — entsprechend werden nicht nur die verbauten Kameramodule immer besser, auch die Software wird von vielen Herstellern mit immer mehr Features ausgestattet. Die Entwickler der CyanogenMod wollen da in nicht nachstehen und haben gerade die Aufnahme von Bildern per Sprachbefehl vorstellt, die in einer kommenden Version zu finden sein wird.Weiterlesen


HTC One: Erste CyanogenMod-Alpha verfügbar


24.04.2013, 18:37 Uhr
Das ging schnell. Kaum ist das HTC One auch für eine größere Menge interessierter Menschen am Markt verfügbar, stürzen sich die Bastler und Modder auf das bildhübsche Gerät. Heute Morgen berichteten wir bereits über zwei Modifikationen des Gerätes, die ein anderes Button-Mapping erlauben. Nun gibt es aber noch eine weitergehende interessante Entwicklung zu vermelden: Das HTC One verfügt über eine erste lauffähige Version der CyanogenMod 10.1 auf Basis von Android 4.2.2.Weiterlesen


HTC One: CyanogenMod-Boss Steve Kondik mag HTCs Spitzen-Smartphone


22.04.2013, 17:06 Uhr
Der Name Steve Kondik sollte jedem Android-User, der sich schon näher mit sogenannten Custom ROMs befasst hat, ein Begriff sein: Kondik ist Chef des CyanogenMod-Teams, das für die gleichnamige, mit Abstand beliebteste Community-basierte Android-Distribution verantwortlich zeichnet. Der bekannte Brancheninsider ist inzwischen auch glücklicher Besitzer eines HTC One und hat auf Google+ seine ersten Eindrücke vom neuen HTC-Flaggschiff zusammengefasst.Weiterlesen


HP TouchPad: Neue auf Android 4.2.2 basierende Custom ROMs gesichtet


08.04.2013, 17:12 Uhr
Fast zwei Jahre ist es jetzt her, dass das HP TouchPad veröffentlicht und kurz darauf wieder eingestellt wurde. Seit dem hat es diverse Android-Portierungen für das eigentliche webOS-Tablet gegeben. Gerade als wir dachten, dass die Entwicklung zum Stillstand gekommen ist, stehen gleich zwei neue, auf Android 4.2.2 basierende, Custom ROMs vor der Tür.Weiterlesen


CyanogenMod: Wirbel um automatische Erhebung von Nutzerstatistiken


04.04.2013, 18:35 Uhr
Anfang der Woche hatte das CyanogenMod-Team bekannt gegeben, in Kürze die Erhebung des Nutzerverhaltens für statistische Zwecke zu aktivieren. Daraufhin machten einige Nutzer ihrem Unmut darüber lauthals Luft. CM-Chef Steve Kondik nun einen Tag nach der Umstellung entschieden hat wieder eine Möglichkeit zu integrieren, die Datenerhebung zu deaktivieren.Weiterlesen


Android-Charts: Die meistgelesenen androidnext-Ostereier der Woche (KW 13/2013)


31.03.2013, 17:48 Uhr
Da sich das Wetter da draußen immer noch nicht zwischen Winter und Frühling entscheiden kann und wir inzwischen auch so ziemlich alle Ostereier- und -Nester gefunden haben, können wir uns nun ja beruhigt den dicken Eiern zuwenden, die uns die letzte Woche thematisch in Sachen Android-OS so serviert hat: Die androidnext-Artikel der Vorwoche, die unsere Leserschaft am meisten interessiert haben, gibt es in übersichtlicher Auflistung auch heute wieder in unseren traditionellen Charts.Weiterlesen


Steve Kondik: CyanogenMod-Gründer verlässt Samsung, lobt Galaxy S4


25.03.2013, 10:01 Uhr
In einer Google+-Nachricht ließ Steve Kondik, auch bekannt als Cyanogen und mit der nach ihm benannten CyanogenMod Begründer der wohl wichtigsten Custom ROM im Android-Universum, eine kleine Bombe platzen: Er arbeite nicht mehr bei Samsung. Daneben findet er aber, neben einigen kritischen Tönen, viele lobende Worte für das neue Flaggschiff seines ehemaligen Brötchengebers: das Samsung Galaxy S4.Weiterlesen


Samsung Galaxy S4: Kein CyanogenMod-Port von TeamHacksung


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Nach ersten positiven Nachrichten zur Custom ROM-Freundlichkeit des Samsung Galaxy S4, erhielt Samsungs Neues nun eine deutliche Abfuhr von der Entwickler-Community: TeamHacksung, das für zahlreiche CyanogenMod-Ports auf Samsung-Devices verantwortlich ist, hat nach eigenen Aussagen kein Interesse daran, CyanogenMod auf das Samsung Galaxy S4 zu portieren.Weiterlesen