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WhatsApp: Nachrichtendienst jetzt mit Verschlüsselung


20.08.2012, 11:43 Uhr

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Der beliebte Sofortnachrichtendienst WhatsApp, mit dem Benutzer von Smartphones unabhängig von Hersteller und Betriebssystem gratis miteinander kommunizieren können, war schon oft wegen Sicherheitsbedenken in der Kritik. Eine große Sicherheitslücke wurde nun behoben: Nachrichten werden nicht mehr unverschlüsselt übertragen.

Es klingt schon verlockend: Kostenlos mit Freunden chatten, Bilder und Videos austauschen, unabhängig davon, mit welchem Betriebssystem ihr Smartphone läuft, einfach über das Datenvolumen. Was stellenweise schon als der Tod der SMS und ihres geplanten Nachfolgers Joyn gehandelt wird, bringt jedoch auch einige Nachteile mit sich.

So war es bislang beispielsweise möglich, alle in einem WLAN versendeten Nachrichten mitzulesen – einfach, weil Nachrichten im Klartext und nicht verschlüsselt verschickt wurden. Was an Universität oder Arbeitsplatz mittels des WhatsApp Sniffers für Erheiterung sorgen konnte, ist eigentlich ein Unding. Dies hielt aber die wenigsten Nutzer davon ab, den ob seiner Vorteile unverzichtbar gewordenen Dienst weiterhin zu verwenden.

Wer sich dennoch beim Bekanntwerden dieser Sicherheitslücke von WhatsApp verabschiedet hatte, kann nun doch wieder einen Blick auf die Anwendung werfen. Denn seit einem kürzlich ausgelieferten Update, so ein WhatsApp-Sprecher in einem offiziellen Blog-Eintrag, wird die Kommunikation zwischen Geräten verschlüsselt – wenn beide Parteien die neueste Version benutzen. Besser noch: Der Sprecher betonte, dass versendete Nachrichten nicht auf den Firmenservern archiviert, sondern direkt nach Zustellung wieder gelöscht werden.

So erfreulich dieses Update ist, so spät kommt es. Das Problem der mithörbaren Nachrichten ist schon seit Monaten bekannt, es hätte viel früher behoben werden müssen. Und auch ansonsten hapert es noch an der Sicherheit von WhatsApp: Immer noch werden die Telefonnummern aller Kontakte des Nutzers auf den Firmenservern gespeichert, um diese untereinander abzugleichen und im Programm selbst alle WhatsApp-Nutzer im eigenen Adressbuch anzuzeigen. Dieses Vorgehen verletzt nicht nur die Privatsphäre des Nutzers, sondern auch die seiner Kontakte – ohne dass diese es jemals erfahren.

Download: WhatsApp Messenger (kostenlos)
WhatsApp Messenger (kostenlos) qr code

Seht ihr über die Schwächen von WhatsApp hinweg, weil es so praktisch ist? Oder verlasst ihr euch lieber auf alternative Lösungen wie ChatON? Schreibt eure Erfahrungen in die Kommentare!

Quelle: WhatsApp [via SmartDroid]

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  • http://www.blog.datenwachschutz.de/2012/08/whatsapp-und-andere-sms-dienste/ WhatsApp und andere SMS-Dienste › Datenwachschutz

    [...] Laut Meldung des eigenen WhatsApp-Blogs sind die Nachrichten – wenn beide die aktuelle Verion verwenden – jetzt veschlüsselt und werden nach Zustellung vom firmeneigenen Server gelöscht. [...]

  • http://www.androidmag.de/news/whatsapp-wird-sicher-verschlusselung-der-nachrichten-implementiert/ WhatsApp wird sicher: Verschlüsselung der Nachrichten implementiert – Android Magazin

    [...] Quelle: Whatsapp via Androidnext [...]

  • http://www.androidnext.de/news/whatsapp-messenger-app-stellt-neuen-rekord-auf/ WhatsApp: Messenger-App stellt neuen Rekord auf

    [...] mitzulesen – einfach, weil Nachrichten im Klartext und nicht verschlüsselt verschickt wurden. Dieser Missstand wurde zwar mittlerweile behoben, aber Sicherheitsbedenken gibt es bei WhatsApp auch noch an anderer Stelle: Der Dienst speichert [...]

  • http://www.androidnext.de/news/cyanogenmod-10-sms-popup-und-schnellantwort/ CyanogenMod 10: SMS Popup und Schnellantwort

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