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System Monitor: Überwachen, was das Smartphone so treibt


28.03.2013, 15:42 Uhr

System-Monitor

Relativ neu im Playstore ist die Systemüberwachungs-App System Monitor: Neugierige und technisch interessierte User können sich damit den Ressourcenverbrauch ihres Smartphones getrennt nach CPU, RAM, I/O, Netzwerk und Apps detailliert anzeigen lassen und so besser einschätzen, welche Apps eventuell das System verlangsamen, besonders energiehungrig sind oder das Datenvolumen belasten.

Bisher scheint die App gut angekommen zu sein, denn die rund 50 Bewertungen im Play Store zum Zeitpunkt dieses Tests ergeben einen Schnitt von nicht weniger als 4,8 Sternen. Kein Wunder, denn System Monitor glänzt nicht nur durch optisch gelungene, übersichtlichen Statistiken in der eigentlichen App sondern auch mit alternativen Anzeigemöglichkeiten etwa in den Benachrichtigungen oder in kleinen Fenstern, die auch bei der Verwendung anderer Apps stets im Vordergrund gehalten werden.

Hauptbildschirme und Einstellungen

Es gibt getrennte Screens für die CPU-Auslastung, RAM-Verbrauch, I/O, Netzwerkdurchsatz und Top Apps. Zwischen den Screens wechselt man durch seitliches Wischen. Die Einstellungen untergliedern sich in die Rubriken Applikation, Benachrichtigungen und Mehrfenstermodus.

Während unter Applikation die Aktualisierungsintervalle für die einzelnen Ressourcen sowie das Design der App festgelegt werden, kann man unter Benachrichtigungen genau einstellen, ob und wie sich System Monitor in Statusleiste und Notifications verewigt. Welche der vier überwachten Systemressourcen einzeln oder kombiniert angezeigt werden, lässt sich hier ebenso justieren wie in der letzten Rubrik Mehrfenstermodus, wo Einstellungen für das oder die frei platzierbare(n) Graphen-Fenster vorgenommen werden.

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Mehrfenstermodus

Eine Besonderheit von System Monitor sind die Graphen-Fenster, die einzeln oder kombiniert die jeweiligen Ressourcen stets im Vordergrund vor anderen Inhalten und Apps anzeigen und diese dabei natürlich auch verdecken. Die Fenster sind stets kleine Ausgaben der Hauptbildschirme, die wir im nächsten Absatz näher beschreiben. Konfiguriert werden die Fenster ähnlich wie bei Windows: Man kann sie verschieben, vergrößern, verkleinern, minimieren und schließen. Die Graphen-Fenster können entweder über die Einstellungsrubrik „Mehrfenstermodus“ oder über Buttons aufgerufen werden, die auf allen Hauptbildschirmen (außer bei Top Apps) zu finden sind.

System-Monitor-Screens-3

CPU

Die CPU-Auslastung der letzten 20 Sekunden wird in einer Kurve angezeigt. Unter dem Graphen werden Details wie die prozentuale Auslastung der Kerne, die gerade aktuellen Frequenzen und die Minimal- und Maximalfrequenzen des Prozessors dargestellt. Mittels Button wird auf die getrennte Anzeige der Kerne umgeschaltet.

RAM

Hier kann man sehen, wie viel Hauptspeicher gerade vom System genutzt wird und welche Menge noch frei ist. Außerdem werden auch die verfügbare Gesamtspeichermenge und die prozentuale RAM-Auslastung angezeigt.

I/O

Unter dem Graphen gibt es die Punkte Auslastung in Prozent, Lesegeschwindigkeit und Schreibgeschwindigkeit. Ob damit Zugriffe aufs RAM und/oder den Flashspeicher gemeint sind, wissen wir mangels Dokumentation nicht.

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Netzwerk

Naheliegend: Dieser Screen stellt die Netzwerkauslastung dar. Die Werte, die man hier ablesen kann, sind die Geschwindigkeit des gesamten Datenverkehrs sowie noch einmal getrennt die des ein- und des ausgehenden Traffics.

Top Apps

Hinter dieser Überschrift verbirgt sich einer der interessantesten Screens, den die App zu bieten hat: Dargestellt wird eine Liste von Apps, die nach ihrem gerade aktuellen CPU-Verbrauch absteigend sortiert ist. Neben dem App-Symbol findet man Angaben zur prozentualen CPU-Auslastung, der von der App in Beschlag genommenen Speichermenge und der „CPU Time“

Fazit

Die Umsetzung von System Monitor ist gut gelungen. Die vom Programm gemessenen Werte sind sinnvoll ausgewählt und werden hübsch und übersichtlich dargestellt. Die Bedienung gelingt intuitiv. Leider ist teilweise nicht dokumentiert, was genau gemessen wird. Wer einfach nur neugierig ist oder sein Smartphone optimieren möchte, findet in System Monitor eine prima App zur Überwachung der wichtigsten Systemressourcen, die sich dank Integration in die Benachrichtigungen und Mehrfenstermodus auch anzeigen lassen, wenn gerade andere Apps im Vordergrund laufen. Kleine Negativpunkte sind die fehlende Protokollierungsoption und die gelegentlichen Abstürze, die den Test der App begleitet haben.

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