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Snapseed: Android-Version der Bildbearbeitungs-App veröffentlicht


06.12.2012, 18:23 Uhr

snapseed-android

Bildbearbeitung auf dem Smartphone oder Tablet hat für die meisten Nutzer vor allem einen Namen: Instagram. Die tausenden, mit Retrofilter versehenen Essens- und Katzenfotos in den sozialen Netzwerken bestätigen dies täglich aufs Neue. Dass es auch anders und vor allem anspruchsvoller geht, hat die App Snapseed bereits unter iOS bewiesen, jetzt ist sie auch für Android erhältlich.

Foto-Apps gibt es doch eigentlich genug, warum brauchen wir denn da noch eine weitere, mit der wir unsere Bilder durch Filter vermeintlich aufhübschen können? Die Entwickler von Snapseed, die deutsche Firma Nik Software, die inzwischen von Google übernommen wurde, sieht Snapseed nicht nur als eine weitere Fotofilter-App, mit der man einem Schnappschuss in Sekundenschnelle per Filter Retrocharme verpassen kann – vielmehr ist Snapseed die Antithese zu Instagram und Co, denn für die Bearbeitung der Bilder in der App muss man sich Zeit nehmen. Mit anderen Worten, wenn Instagram die Fastfood-Kette unter den mobilen Bildbearbeitungs-Apps ist, stellt Snapseed ein Gourmet-Restaurant mit Slow Food-Karte dar.

Dieser Ansatz bringt allerdings auch ein kleines Problem mit sich: Die App ist zwar sehr gut, aber auch deutlich komplexer als eben Instagram. Man kann das Bild zwar automatisch anpassen lassen, allerdings sahen die Ergebnisse im ersten Praxistest eher unspektakulär aus, so dass noch weiter angepasst werden musste. Nun hat man die Auswahl verschiedener Bearbeitungsmodi, vom Begradigen und Zuschneiden über selektives Bearbeiten bestimmter Parameter, gezieltes Tuning der Aufnahme oder einiger weniger Filter, die allerdings wiederum über mehrere Parameter verfügen, mit deren Hilfe das Beste aus dem Bild herausgeholt werden kann.

Um zu verhindern, dass die Nutzer von der Anzahl der Optionen überwältigt werden, gibt es praktische Overlays, die einfach erklären, wie die Bedienung eigentlich funktioniert. Zwischen den verschiedenen Parametern wechselt man, indem man mit dem Finger hoch oder runterwischt, deren Intensität wird durch Wischen nach rechts oder links angepasst – alles in allem ein sehr simples und nach kurzer Eingewöhnungszeit eingängiges Bedienkonzept.

Auch wenn wenig bis keine Vorkenntnisse in der Bildbearbeitung vorhanden sind, kann man mit Snapseed durch bloßes Ausprobieren viel Spaß haben und sehr schicke Bilder hervorzaubern. Viel falsch machen kann man nicht, da mit dem Pfeil in der oberen linken Bild-Ecke die vorgenommenen Anpassungen jederzeit rückgängig gemacht werden können. Ein bisschen schade ist dabei allerdings, dass es nicht möglich ist, einzelne Schritte rückgängig zu machen. Zum Vergleich des bearbeiteten Kunstwerks mit dem Original muss man übrigens nur auf das Bild tippen.


Nachdem das Maximum aus dem Bild herausbearbeitet wurde, kann man es natürlich auch speichern, und über Google+ und andere Wege weiterverteilen. Leider steht Snapseed nur für Geräte zu Verfügung, die mindestens mit Android 4.0 laufen. Zudem ist die Bearbeitung auf dem Smartphone zwar okay, aber ob des kleinen Displays zuweilen doch etwas fummelig – ein großes Tablet-Display ist hier deutlich praktischer. Die 24 MB große App kann ab sofort kostenlos aus dem Google Play Store heruntergeladen werden.

Download: Snapseed (kostenlos)
Snapseed (kostenlos) qr code

Habt ihr Snapseed schon ausprobiert? Falls ja, wie gefällt euch die App? Meinungen in die Kommentare.

[via The Verge]

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