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Poweramp: Mächtiger MP3-Player für Android im Test


13.03.2013, 15:30 Uhr

Poweramp

Smartphones haben iPods und andere MP3-Player vielerorts mittlerweile abgelöst. Wer Musik gerne auf dem Gerät speichert und eine leistungsfähigere Alternative zu Google Play Music sucht, sollte sich im Play Store nach der für 15 Tage ohne Einschränkungen nutzbaren Testversion von Poweramp umsehen. Highlights von Poweramp sind u.a. der Download fehlender Albencover und die vielen Möglichkeiten, den Klang der Musik genau zu beeinflussen.

Formate für Musik und Playlists

Poweramp versteht sich auf alle gebräuchlichen Formate, in denen digitale Musik heute daherkommt, zumindest, solange sie DRM-frei ist. Neben dem allgegenwärtigen MP3-Format seien hier nur MP4, OGG, WAV und das verlustfreie FLAC als Beispiele genannt. Auch bei Playlists ist alles an Bord, was man so kennt: Außer mit dem verbreiteten M3U-Format kann Poweramp auch mit M3U8, PLS und WPL umgehen.

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Klang und Equalizer

Im Play Store wird Poweramp ein ausgezeichneter Klang bescheinigt. Unser Test bestätigt das, man sollte aber beachten, dass sich die Klangcharakteristik auf einigen Geräten von der anderer Music Player unterscheiden kann, hier hilft nur ein eigener Hörvergleich.

Zum einen kann der Klang im Frequenzbereich von 31 Hz bis 4 kHZ über den 10-Band-Equalizer angepasst werden,hier stehen auch einige Presets wie Dance oder Rock zur Auswahl. Eigene Einstellungen lassen sich als neues Preset speichern und bei Bedarf aufrufen. Zum anderen kann der Klang aber auch über Drehregler verfeinert werden, die den Bedienelementen herkömmlicher Analogverstärker aus dem Hifi-Bereich ähneln. Wie diese beiden Screens aussehen und was im Einzelnen einstellbar ist, sieht man auf den Screenshots unter diesem Absatz. Die Klangeinstellungen über den Equalizer und die Drehregler können kombiniert oder einzeln auf die Musik angewendet werden.

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Einfache Musikauswahl: Filter, Sortierung und Suche

Um schnell zum aktuellen Lieblingsalbum zu gelangen, kann mit korrekten ID3-Tags versehene Musik nach den üblichen Kriterien wie Album, Künstler, Genre, Bewertung etc. vorsortiert und ausgesucht werden. In der Albumansicht sind die jeweiligen Cover abgebildet, tippt man auf eines davon, werden alle Stücke des jeweiligen Albums zur Auswahl angeboten. Hat man sich für ein Stück entschieden, wird das Cover oben über den üblichen Bedienfeldern für Play, Pause, Titelsprung usw. angezeigt. Zum nächsten oder vorherigen Stück springt der Hörer durch einen Fingerwisch auf dem Albumcover nach rechts oder links. Die Schaltfläche unten führt zurück zu allen Songs auf dem Album.

Auch eine Matchcode-Suchfunktion ist enthalten. Gibt man eine Zeichenkette in die Suche ein, werden alle Interpreten, Alben, Songs, Playlists etc. angezeigt, die diesen String enthalten.

Der Player benötigt nicht zwingend mit korrekten ID3-Tags versehene Musik. Hat die eigene Musiksammlung in diesem Bereich Schwächen, kann man den gewünschten Song wahlweise auch wie früher über die Ordnerstruktur der Musiksammlung ansteuern.

Apropos Ordner: Poweramp sucht automatisch auf dem ganzen Gerät nach abspielbaren Daten, alternativ weist man Ordner zu, die für die Wiedergabe berücksichtigt werden sollen. So lässt sich ausschließen, dass in der Musikübersicht auch Klingeltöne oder andere Audiodateien musikfremder Provenienz angezeigt werden.

Download von Alben-Covern

Ein echtes Highlight von Poweramp ist der in den Einstellungen wählbare, automatische Download fehlender Cover Art aus dem Netz, der optional nur bei bestehender WLAN-Verbindung erfolgt. Wir waren positiv überrascht, wie gut das klappt. Poweramp findet auch zu ausgefallener oder nicht vernünftig getaggter Musik fast immer die passenden Cover.

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Sonstige Funktionen und Widgets

Der volle Funktionsumfang von Poweramp ist so reichhaltig, dass wir an dieser Stelle nicht auf alle Einzelheiten eingehen können. Die aus unserer Sicht wichtigsten Features zählen wir daher kurz auf: Aussehen des Players ahnpassen mit Skins (separat erhältlich), Last.fm-Scrobbling (separate App benötigt), unterbrechungsfreie Wiedergabe, Crossfade, dynamische Warteschlangen, Stereo-eXpansion und Monomixing. Zudem stehen im Einstellungsmenü tonnenweise Individualisierungs- und Anpassungsmöglichkeiten zur Verfügung. Hier kann z.B. ganz genau eingestellt werden, wie einzelne Songs ineinander übergehen und wie sich Poweramp im Falle eines Anrufes während der Wiedergabe verhalten soll. Damit sollten sogar semiprofessionelle DJs auf Ihre Kosten kommen.

Neben vier unterschiedlichen, konfigurierbaren Widgets für die Homescreens bietet Poweramp auch eines für den Sperrbildschirm an, soweit man Android 4.x installiert hat.

Fazit

Poweramp wirbt im Play Store damit, die Nummer 1 unter den bezahlten Music Playern zu sein. Das können wir aufgrund des riesigen Funktionsumfanges, der kaum Wünsche offen lässt, gut nachvollziehen. Auch an der Stabilität und dem Bedienkonzept gibt es nichts zu meckern. Gleichwohl empfehlen wir Poweramp eher für ambitionierte Musikhörer, die Wert auf die vielen Funktionen und Einstellmöglichkeiten legen. Gelegenheitsnutzer, die sich nicht näher mit einem Music Player auseinandersetzen müssen oder wollen, sind mit schlankeren und kostenlosen Lösungen wie Googles hauseigenem Play Music-Player unter Umständen besser bedient.

Poweramp im Video

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