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LEDBlinker: Benachrichtigungs-LED steuern oder durch Software-LED ersetzen


04.04.2013, 16:17 Uhr

LEDBlinker

Aktuelle Smartphones wie Galaxy S3, Sony Xperia Z oder Nexus 4 sind oft mit Hardware-LEDs ausgestattet, die in verschiedenen Farben über eingegangene Nachrichten und Systemereignisse informieren, ohne dass dazu der Bildschirm eingeschaltet werden muss. Eine solche LED ist aber nicht bei jedem Smartphone vorhanden; außerdem lässt die Integration der LED in System und Apps oft zu wünschen übrig. Hier schafft LEDBlinker Abhilfe.

Hardware-LEDs sind elegant, smart und sparen Energie. Da sie meistens als RGB-LED ausgeführt sind, können sie in verschiedenen Farben leuchten. Herkömmliche Benachrichtigungen über das Display sind nur so lange zu sehen, bis es sich automatisch abschaltet. Den Bildschirm aktiv zu lassen, ist keine Alternative, wenn man mit einer Akkuladung über den Tag kommen will. LED-Benachrichtigungen haben den Vorteil, dass sie immer zu sehen sind, aber trotzdem mit wenig Energie auskommen.

LED-Steuerung

Auf den Hauptbildschirmen von LEDBlinker lassen sich die Benachrichtigungen einzelner Apps und Systemereignisse konfigurieren. Zunächst wählt man aus, ob eine App überhaupt Gebrauch von der Benachrichtigungs-LED machen soll. Dann lässt sich festlegen, ob die LED in einer der acht vorgegebenen oder in einer frei wählbaren, benutzerdefinierten Farbe blinken soll. Das hat den Effekt, dass man schon durch einen kurzen Blick auf das Smartphone erkennt, welche Arten von Benachrichtigungen eingegangen sind, ohne dafür erst das Display aktivieren zu müssen. So lässt sich schnell die Spreu vom Weizen trennen. Wer mangels Hardware-LED auf die Bildschirm-LED angewiesen ist, kann alternativ auch gleich das Symbol der App als Benachrichtigung einblenden lassen.

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Die Apps hat der Autor in die Kategorien Soziale Netzwerke, Benutzerdefiniert, Mail, Messenger, Kommunikation und Tools eingeteilt. Zwischen den Kategorien wechselt man durch horizontales Wischen. Klassiker wie entgangene Anrufe, verpasste SMS, E-Mails, Geburtstage, WhatsApp- oder Facebook-Benachrichtigungen werden ebenso unterstützt wie eine große, stetig wachsende Anzahl anderer Apps wie E-Mail-Clients, Messenger und Kalender.

Update bringt universelle App-Unterstützung

Einen großen Sprung in der ständig fortgesetzten Entwicklung der App ist die mit einem der letzten Updates eingeführte Option, beliebige Apps, die die Benachrichtigungsfunktion von Android nutzen, über das Pluszeichen unter der Kategorie Benutzerdefiniert sammeln zu können. Die Benachrichtigungen können dort dann genauso konfiguriert werden wie bei vorgegebenen Apps.

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Feintuning in den Einstellungen

In der Grundeinstellung wird bei mehreren aufgelaufenen Benachrichtigungen stets die Farbe der zuletzt eingegangenen angezeigt. Alternativ können die Farben auch nacheinander aufblinken, was bei unserem Test mit einem Nexus 4 aber nicht zuverlässig funktioniert hat. Daneben finden sich Einstellmöglichkeiten für die Bildschirm-LED, Abstand und Länge der Blinkintervalle, Vibration und Popups. Mitgedacht hat der Anbieter auch bei der Option, die Benachrichtigungen zu beliebigen Zeiten wie beispielsweise zwischen 2:00 Uhr nachts und 8:00 Uhr morgens deaktivieren zu können.

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Alternative Software-LED

Aber was nun, wenn das eigene Smartphone wie etwa das Samsung Galaxy S3 Mini oder das Galaxy S2 keine Benachrichtigungs-LED hat? Dafür hat sich der Entwickler eine Software-LED ausgedacht, die über das Display dargestellt wird. An dieser Stelle wird der eine oder andere sicher sorgenvoll an seinen Akku denken – und das nicht zu Unrecht, denn diese Methode erfordert, dass der Bildschirm die ganze Zeit aktiv ist und entsprechend am Akku nuckelt. Unserer Meinung nach macht das allenfalls bei Smartphones mit AMOLED-Display Sinn, wo zumindest nur die Pixel mit Strom versorgt werden, die auch tatsächlich leuchten, während bei herkömmlichen LC-Displays unabhängig vom Bildschirminhalt immer die Hintergrundbeleuchtung aktiv sein muss.

Fazit

LED-Blinker setzt sich von bekannten Apps gleichen Zwecks wie dem bekannten Light Flow durch eine angenehm einfache Bedienung und einen übersichtlicheren Funktionsumfang ab, der trotzdem kaum Wünsche offen lässt. Lediglich User, die auf Gimmicks wie eigene LED-Farben für unterschiedliche Anrufer Wert legen, sollten sich nach den komplizierteren Alternativen umschauen. Der bei Problemen stets ansprechbare Entwickler steckt viel Arbeit in die App und hat diese seit Erscheinen schon massiv verbessert.

Wer die Benachrichtigungs-LED seines Smartphones sinnvoll einsetzen will, ohne lange Konfigurationsorgien hinter sich bringen zu müssen oder die Funktion nutzen möchte, obwohl eine LED fehlt, sollte sich LEDBlinker auf jeden Fall näher ansehen. Die Funktionsweise lässt sich mit der kostenlosen, stark beschnittenen Lite-Version erproben, bei Gefallen gibt es die im Schnitt mit 4,6 Sternen bewertete Vollversion im Play Store für günstige 1,69 Euro.

LEDBlinker im Video

Die Kollegen von TheSmokingAndroid haben ein Video erstellt, das die Funktion von LEDBlinker vorführt:

Download

Download: LEDBlinker Lite (kostenlos)
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Download: LEDBlinker Pro (1,69 €)
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