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Instagram: Facebook will Foto-App monetarisieren


13.12.2012, 09:15 Uhr

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War eigentlich absehbar und somit nur ein Frage der Zeit: Facebook möchte aus der nicht gerade günstigen Anschaffung des Foto-Filter-Sharing-Dienstes Instagram nun richtig Kapital schlagen. Pläne dieser Art bestätigte die Vizepräsidentin Global Marketing Solutions des Sozialen Netzwerkes, Carolyn Everson, gegenüber dem Magazin Business Insider. Wie genau diese Monetarisierung aussehen wird, gab sie aber nicht preis.

Dass eine App mit einem derart hohen Verbreitungs- und Nutzungsgrad wie Instagram das Potenzial zum beinahe unerschöpflichen Geldquell hat, liegt auf der Hand; dass Facebook diesen teuer eingekauften Quell bislang noch nicht direkt angezapft hat, ist schon fast verwunderlich. Wir dürfen aber beruhigt sein, die Marktwirtschaft funktioniert auch bei Facebook (in Teilen) noch so, wie sie soll: Wie Carolyn Everson gegenüber Business Insider bestätigt hat, wird eine Monetarisierung von und für Instagram definitiv kommen.

Wie diese aussieht, verriet die Vizepräsidentin für Vermarktung bei Facebook allerdings nicht (frei von uns übersetzt): „Wir werden einen Weg finden, Instagram zu monetarisieren. Wann das geschehen wird, dazu kann ich nichts sagen, aber es wird passieren.“

Auch wenn von Everson also nicht klar kommuniziert wurde, was genau „monetarisieren“ bedeutet und ob eine solche Maßnahme zwingend mit In-App-Werbung gleichzusetzen ist, scheinen uns Werbung der wahrscheinlichste Weg für Facebook, mit Instagram Geld zu machen. Alternativ wären auch In-App-Verkäufe von Foto-Filtern oder sonstigen Funktionen denkbar, allerdings wäre das bei weitem nicht so lukrativ, wie der Verkauf von Werbeplätzen, für die sich in Anbetracht der Reichweite Instagrams gewiss ad hoc mehr als genug zahlungswillige und -kräftige Kunden finden würden. Instagram plötzlich kostenpflichtig zu machen, sei es per App-Kauf oder in Form eines Gebührenmodells, halten wir hingegen für ausgeschlossen.

Instagram-er da draußen — was würdet ihr zu Werbebannern oder gesponserten Turnschuh-Fotos in Sepiatönen in der Instagram-App sagen? Ein Grund, die Fotofilterei aufzugeben oder auf eine alternative Anwendung umzusteigen? Oder würde euch der eine oder andere Konsumhinweis nicht weiter stören?

Download: Instagram für Android (kostenlos)
Instagram für Android (kostenlos) qr code

Business Insider [via Phone Arena]

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  • http://www.fashion-insider.de/24512/duell-der-web-fotodienste-flickr-meets-twitter-meets-instagram-meets-eyeem/ Duell der Web-Fotodienste: Flickr meets Twitter meets Instagram meets EyeEm | Fashion Insider

    [...] Ausserdem dürfte es die Nutzergemeinde für Instagram noch weiter vergrößern, denn bisher waren die Bilder komplett in der Instagram-App eingesperrt, d.h. kein Smartphone, keine Instagram-App, keine Bilder. Im Sommer lag der Anteil der Smartphonebesitzer in Deutschland gerade einmal bei 35% der Bevölkerung. Und auch das die Leute ein Smartphone haben, bedeutet noch lange nicht, daß sie auch damit online gehen. Eigentlich absurd, aber im vergangenen Jahr waren laut einer Google-Studie nur rund 45% der Smartphonebesitzer einmal am Tag online. Das macht dann ca. 10 Millionen potentielle Nutzer mit Smartphone versus 60 Millionen Internetnutzer. Also greift man nun auch Flickr mit den Webprofilen von Flickr an, denn Bilder am Computer ansehen – das war immer die Domäne von flickr, allerdings muss man sagen, daß flickr auch mehr auf ambitionierte Fotographen und Fotos abzielt, als auf schnelle Handyschnappschüsse. Das es Werbung bei Instagram geben wird, wurde auch schon angekündigt. [...]

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