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Google Keep: Notizen-Dienst für Browser und Android offiziell gestartet


21.03.2013, 09:26 Uhr

google-keep

Wir berichteten kürzlich bereits über einen recht umfangreichen Leak, nun ist Google Keep, die Verwaltung für synchronisierte schriftliche, visuelle und akustische Notizen von Google auch offiziell an den Start gegangen.

Das ging ja flugs! Zeigte sich Google Keep vor drei Tagen noch unfertig und wohl versehentlich der Öffentlichkeit, um kurz darauf wieder zu verschwinden, hat Google den Dienst per Blogpost nun offiziell gestartet.

google keep

Hinter Keep verbirgt sich eine einfache, fast minimalistische Verwaltung für Notizen, Reminder und Listen, die eindeutig in den Gewässern von Evernote und Springpad fischt. Sie läuft sowohl auf Android-Geräten über eine eigene App, als auch als Webdienst im Browser und gilt als Teilbereich von Google Drive. Eine iOS-App ist derweil noch nicht in Sicht, auch werden die Notizen noch nicht lokal auf dem Rechner gespeichert, falls man den Google Drive-Client am PC nutzt.

google keep desktop

Im Gegensatz zum Konkurrenten Evernote organisiert man Notizen in Keep nicht mithilfe von Tags, sondern über verschiedene zur Verfügung stehende (Pastell-)Farben als Hintergrund der Notiz.

Google Keep: Foto hinzufügen & Pastellfarben

Das Ordnen von Notizen per Farben mag nicht für jedes Nutzungsszenario optimal sein, allerdings wird diese Post-It-Metapher von vielen Anwendern gewiss schnell verstanden.

Auf beiden Plattformen hat der Benutzer die Wahl, ob er sich Notizen lieber in einer vertikalen Liste oder kachelartig angeordnet ansehen will. Drückt man länger auf eine Notiz, kann man diese innerhalb der Liste verschieben – das ist allerdings nur in der App möglich, am Rechner noch nicht. Auch ist bislang noch nicht vorgesehen, dass man Notizen nach Farben sortiert oder sich nur bestimmte Farben gefiltert anzeigen lässt.

google keep widgets

Google Keep integriert sich natürlich als Intent in das „Share“-Menü, damit man aus anderen installierten Android-Apps schnell Bild und Textinformationen an Keep weiterreichen kann. Nutzer, die Google Now auf Englisch nutzen, können schnell eine Notiz über den Sprachbefehl „Note to self“ hinzufügen. Unter Android runden zwei Widgets den Funktionsumfang ab, die ab Android 4.2 auch auf dem Lockscreen platziert werden können. Die Synchronisierung klappte in unserem Test gut, allenfalls die Wiedergabe von Sprachnotizen am Desktop bereitete im Kurztest noch Probleme.

Unser erstes Fazit: Keep hat gute Ansätze. Google muss allerdings noch an diversen Ecken und Enden nachbessern, damit die Anwendung eine brauchbare Alternative zu den Platzhirschen wird. Vor allem die Sortierung und Filterung von Notizen ist im jetzigen Zustand der Anwendung noch nicht allzu komfortabel, bei 5 Notizen mag das noch gangbar sein, in Größenordnungen ab mehreren Dutzend verliert man trotzt guter Suchfunktion den Überblick.

Das Hinzufügen von Videos, Anlegen von Notizen per Handschrifterkennung, die Definition von Kategorien für einzelne Farben, Termine für Tasks, die Synchronisierung per Desktop-Client und eine Chrome-Extension wären weitere Punkte auf unserer Wunschliste für Keep.

Die Google Keep-App läuft auf Geräten mit Android 4.0 und höher.

Download: Google Keep für Android (kostenlos)
Google Keep für Android (kostenlos) qr code

>> Google Keep im Browser

[via Google Blog, Caschy]

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