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Action Launcher: Alternativ-Homescreen mit neuen Bedienkonzepten


09.12.2012, 12:47 Uhr

action-launcher-pro

Chris Lacy ist der Entwickler des Twitter-Clients Tweet Lanes. Dieser wurde unlängst aufgrund der API-Politik Twitters eingestellt, aber natürlich widmet sich der Entwickler schon wieder neuen Projekten. Eines davon ist der Action Launcher – ein Homescreen Replacement mit einigen interessanten Bedienkonzepten.

Während die Launcher-Landschaft zu Zeiten von Gingerbread sehr breit gefächert war und beinahe jeder neue Launcher auch neue Ideen mitbrachte, sind die populären Homescreen Replacements seit Android 4.x sich relativ ähnlich. Ob Apex, Nova oder Trebuchet – sie erweitern den Stock Launcher von Android um einige Optionen, sind aber ansonsten nahezu identisch. Ganz anders der Action Launcher von Chris Lacy (Google+), der jüngst in einer ersten Beta-Version im Play Store erschienen ist. Hier zunächst das Vorstellungsvideo:

Der Action Launcher platziert nämlich die Apps-Liste um: Statt über den obligatorischen Button an der Unterseite des Bildschirms erreicht man sie über eine Wischbewegung von der linken Seite des Homescreens nach rechts – dieser Sidebar-Effekt ist auch gerade in Apps en vogue und wir mal mehr (rdio), mal weniger gut (Chefkoch) umgesetzt. Im Action Launcher läuft das sehr flüssig, auch die App-Leiste scrollt butterweich.

action launcher

Schön ist, dass Lacy auch eine Buchstabenleiste integriert hat, über die man schnell zu dem Abschnitt einer gewünschten App springen kann. Etwas gewöhnungsbedürftig hingegen: Will man zwischen einzelnen Homescreens hin- und herscrollen, ruft man oft versehentlich die Sidebar auf, anstatt einen Screen nach links zu wechseln.

Als ein weiteres zentrales Element beherrscht der Action Launcher die so genannten „Covers“. Damit können Apps in der Dockingliste „Unterelemente“ haben, etwa die wichtigsten Kontakte in der Kontakte-App oder häufig aufgerufene Lesezeichen beim Browser. Diese offensichtlich von den Windows-Jumplists inspirierte Funktion ruft man durch einen Doppeltap auf das entsprechende Icon auf. Bei einem Einzeltap öffnet sich die App ganz normal. Verfügbare Covers werden durch ein kleines Quadrat im Icon markiert. Allerdings funktionierte dieses Feature im Test auf einem Samsung Galaxy S3 Mini noch nicht; es war unklar, wie man die Covers einrichten kann.

Sehr gut hat uns gefallen, dass ein Tap auf das Suchsymbol in der Leiste oben im Launcher sofort eine Google Now-Sprachsuche startet und auch der Play Store mit einem Tap vom Homescreen erreichbar ist. Etwas seltsam hingegen war, dass man die App nach Kauf und Installation erst per Browser herunterladen und als APK per Sideload installieren musste. Die im Play Store-Text versprochene Importfunktion von Einstellungen bereits installierter Launcher funktionierte nicht. Auch sind manche Komfortfunktionen noch nicht integriert, etwa Drag & Drop von Apps aus dem Sidebar-Launcher.

Fazit: Der Action Launcher bringt frischen Wind in die Launcher-Landschaft und überzeugt durch sein durchdachtes Konzept, das sich deutlich von Windows Phone (App-Sidebar) und Desktop-Windows (Covers) inpirieren lässt. Bereit für den Alltagseinsatz ist der Action Launcher in dieser ersten Version noch nicht, zumindest, wenn man ihn zur Funktionsvielfalt von Nova, Apex und Co. ins Verhältnis setzt. Wer aber weiß, wie leidenschaftlich und fleißig Chris Lacy an seinen Apps feilt, zweifelt nicht daran, dass es bald soweit sein wird.

Action Launcher läuft ab Android 4.x. Bislang ist nur eine kostenpflichtige Version verfügbar, die mit 3,19 Euro zu Buche schlägt.

Download: Action Launcher Pro (3,19 Euro)
Action Launcher Pro (3,19 Euro) qr code

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