Amazon App-Shop: Alternativer Appstore für Android-Anwendungen
Neben Googles eigenem Play Store gibt es diverse Marktplätze von Drittanbietern, in denen Apps für das Android-OS bezogene werden können – Amazon hat im März 2011 mit dem Appstore eine der wohl bekanntesten und inzwischen etabliertesten Alternativen eröffnet; zunächst war der Shop für Kunden in den USA zugänglich und nutzbar – mittlerweile ist aber auch eine deutsche Version unter dem Namen „App-Shop“ gestartet.
Am 22. März 2011 startete Amazon mit dem Appstore einen eigenen Marktplatz für Android-Applikationen, damals auch schon im Hinblick auf das eigene Android-Tablet Kindle Fire, das mit einer stark modifizierten Version von Android und ohne Play Store-Anbindung ausgeliefert wird – Android-Anwendungen beziehen Nutzer des Kindle Fire ausschließlich aus Amazons Appstore. Aber auch Benutzer regulärer Android-Smartphones und -Tablets können den Appstore benutzen. Seit Ende August 2012 gibt es den Amazon App Store als App-Shop auch in Deutschland. Wer ihn sich installieren möchte, muss zunächst die Installation von Apps unbekannter Herkunft aktivieren – je nach Android-Version unter Einstellungen -> Sicherheit oder Einstellungen -> Anwendungen. Dann kann der App-Shop als APK heruntergeladen und installiert werden.
Download: Amazon App-Shop (APK)

Amazon Free App of the Day

Screenshot aus der App des Amazon App Shops in Deutschland
Besonderes Feature des Amazon App-Shops ist die täglich wechselnde kostenlose App. Meistens handelt es sich dabei um Spiele – so war Angry Birds Rio zum Launch zunächst gratis und exklusiv bei Amazon erhältlich.

Webseite des US-Amazon-Appstores am 24.08.2012
Amazons Appstore für Entwickler
Standardmäßig werden Entwickler im Appstore von Amazon mit 70 Prozent des tatsächlichen Verkaufspreises oder 20 Prozent des Listenpreises entlohnt, je nach dem, welcher Erlös höher ist. Dabei können Preise auch für unterschiedliche Zielmärkte unabhängig voneinander festgelegt werden. Die variable Preisgestaltung soll vor allem bei Promo-Aktionen, bei denen die Anwendungen von Amazon vergünstigt abgegeben werden, dafür sorgen, dass die Entwickler dennoch ausreichend kompensiert werden. Dennoch geriet Amazon zeitweise massiv in die Kritik, weil die Regelung beispielsweise bei der „Free App of the Day“ nicht greift – hier gehen die Entwickler komplett leer aus.
Konflikt mit Apple
Gleich im März 2011 reichte Apple Klage gegen Amazon ein, da man die Bezeichnung „Appstore“ als zu ähnlich klingend zum eigenen „App Store“ wähnte. Das Verfahren endete mit einer Ablehnung der von Apple geforderten Einstweiligen Verfügung. Amazons Marktplatz darf bis auf weiteres – ein weiteres Verfahren wurde damals für den Oktober 2012 anberaumt – Appstore heißen.
Links zum Amazon Appstore und App-Shop
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